Was ist so schwer, die Dinge einfach zu machen?

von Christine Berninger

Zurück zur Einfachheit und mehr Bewusstsein

Der Talk einer Fernsehsendung im Ersten hat mich diese Woche sehr zum Nachdenken angeregt. Da ich ein sehr emotionaler Mensch bin und mir ein Umdenken sehr am Herzen liegt, habe ich mich zu diesem Blogbeitrag entschieden.
Dass sich viele Unternehmen umstellen, mit der Zeit gehen und sich der Digitalisierung öffnen sollten, habe ich verstanden. Auch wenn ich es zum Teil erschreckend finde, dass immer mehr kleine Betriebe schließen müssen und sich große Unternehmen die Taschen immer voller machen können, habe ich wahrgenommen.
Dieser Bereich gehört allerdings nicht zu meinem Aufgabengebiet.
Wenn es doch in der Arbeitswelt immer komplexer wird, sehnen wir uns dann nicht in unserer Freizeit nach dem Gegenpol?
Das verstehe ich persönlich unter WORK - LIFE - BALANCE.
Ich arbeite mittlerweile seit 20 Jahren mit Menschen, die sich z.T. mit den Folgen und Auswirkungen des digitalen, schnellen, komplizierten und unpersönlichen Arbeitsalltags auseinandersetzen müssen. Die Anforderungen von allen Seiten werden immer größer und man traut sich schon gar keine Fehler mehr zu machen.
Ist das vielleicht der Grund, warum wir im Sport und in der Ernährung immer nur noch optimieren möchten? 
Warum gibt es Apps, die uns sagen wann wir essen und uns bewegen sollen? 
Hast Du gut geschlafen? "Kann ich Dir leider erst sagen, wenn ich meine App ausgewertet habe."
Was ist so schwer daran, zu essen wenn wir Hunger haben und aufzuhören, wenn wir satt sind. Wer sagt uns was richtig uns falsch ist? Warum haben wir das Vertrauen in unseren Körper verloren und kennen das Bauchgefühl und die Intuition nur noch aus Büchern? 
Wir können mit so einfachen Mitteln etwas für unsere Gesundheit tun, sind dadurch leistungsfähiger und können im Arbeitsalltag den Ansprüchen gerechter werden.

Zurück